Leben als Auswanderer in Spanien – Was dir niemand verrät

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Man sieht es ja ständig – sei es in Dokumentation wie Goodbye Deutschland oder in sonstigen Auswandererberichten. Immer mehr Menschen tauschen ihr gewohntes Leben in Deutschland gegen ein aufregendes Abenteuer im Ausland ein. Besonders viele Deutsche zieht es hierbei nach Spanien. Dort leben, wo andere Urlaub machen- klingt erstmal wie ein Traum.

Ich selbst habe Deutschland vor knapp 5 Jahren verlassen, um nach Spanien auszuwandern, und lebe nun, nach einem dreimonatigen Praktikum auf den Malediven, in der Touristenmetropole Barcelona. Neben durchschnittlichen 270 Sonnentagen im Jahr gibt es jedoch auch Schattenseiten, die man so häufig gar nicht bedenkt, bevor man seine Koffer packt und in den warmen Süden auswandert.

Anmerkung der Autorin: Im Folgenden findest du ein paar Nachteile und Unterschiede am Leben in Spanien. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch eine Menge Vorteile gibt. Die Vorteile, wie das Wetter, die spanische Gelassenheit, das Essen etc. sind meist sehr offensichtlich, weswegen sie hier nicht aufgeführt werden. Wie bei jedem Land hat aber natürlich auch Spanien seine Pros und Contras.

Versteh mich also nicht falsch: Ich liebe es in Spanien zu leben und kann mir (zumindest im Moment) gar nicht vorstellen, nach Deutschland zurückzukehren. Wieso würde ich sonst auf meinem Blog über Auswandern nach Spanien schreiben? 🙂

Beachte außerdem, dass dies Erfahrungen aus meinen ersten Monaten in Spanien sind und diese typisch für das Leben in Barcelona sind. Falls du auf eine der Inseln oder in einen anderen Teil Spanien ziehst, sind deine Erfahrungen vielleicht ganz anders als meine.

Die Uhren laufen hier in Spanien anders

Wenn der durchschnittliche deutsche Wecker klingelt, dreht sich der Spanier noch einmal in Ruhe im Bett um. Die typischen spanischen Arbeitszeiten sind von 09-18 Uhr und beinhalten eine Stunde Mittagspause (hier lässt man sich halt gerne Zeit für ein ausgedehntes Mittagessen)

Dementsprechend findet auch das spanische Abendessen viel später statt als wir es aus Deutschland gewohnt sind. Dass Essen nach 18 Uhr dick machen soll, interessiert die Spanier nämlich nur wenig.

Gegessen wird hier meist zwischen 21 und 22 Uhr. Es hat mich ein paar Monate gekostet bis mein Magen und ich uns an die neuen Essenszeiten gewöhnt hatten. Meist war ich um 19 Uhr bereits so hungrig, dass ich mir schon vorher etwas zu essen gemacht habe. Auch mein Freund schaute ziemlich verdutzt als er an seinem ersten Arbeitstag nach meinem Einzug nach Feierabend nachhause kam und das Abendessen bereits auf dem Tisch stand. (Um 22 Uhr musste er sich erstmal ein Brot schmieren, weil er so frühes Essen einfach nicht gewohnt war)

Inzwischen haben wir uns auf 20.30 Uhr eingependelt, was trotzdem für Spanier noch recht früh ist. (Besonders wenn ich spontan von Freunden zum Abendessen eingeladen werde und fast immer bereits gegessen habe)

Schritt für Schritt nach Spanien Auswandern

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Deutsche Bürokratie ist ein Traum

Wie habe ich es gehasst- Für jeden Schritt, den man in Deutschland tätigt, gibt es mindestens drei Formulare auszufüllen und ein viertes Dokument, in dem alles Schritt für Schritt erklärt ist. Dafür ist Deutschland bekannt. Bei Unklarheiten kann man in der zuständigen Behörde nachfragen und auch sonst überall Auskunft bekommen.

Heute wünsche ich mir genau das. Als Grund für diesen Wunsch erzähle ich gerne die Geschichte von meiner Odyssee zum Erhalt der NIE.

Erwartet also auf keinen Fall, dass Angelegenheiten mit einem Behördengang geregelt werden und erkundigt euch am besten vorher bei Einheimischen, damit Ihr keinem Betrugsversuch zum Opfer fallt. (Meinem Kollegen z.B. wurde bei Eröffnung seines Bankkontos erklärt, dass dies nur mit Abschluss einer kostenpflichtigen Versicherung möglich ist. Außerdem müsse er bei Eröffnung des Kontos bereits mindestens 200 € einzahlen. Nur zwei Monate vorher hatte ich mein Konto bei der selben Bank eröffnet und musste weder Geld einzahlen, noch eine Versicherung abschließen)

Auch die Post ist kaum mit der Deutschen zu vergleichen. Jeden Tag bekommen wir Post von einem Haus einen Block weiter oder unseren Vormietern, die bereits vor mehr als drei Jahren ausgezogen sind. Doch statt die falsch zugestellten Briefe wieder mitzunehmen, landen diese immer wieder in unserem Briefkasten.

Auch ein Päckchen, das meine Mutter uns schickte, kam nie bei uns an. Auf Nachfrage bei der Post hatte der Postbote dieses an den Absender zurückschicken lassen, da ein anderer Name auf dem Briefkasten stand (auf unserem Briefkasten stehen aber definitiv unsere Namen) ohne eine Notiz zu hinterlassen oder uns irgendwie zu benachrichtigen.

Update 2019: Eine neue Odyssee hat für mich begonnen. Nachdem wir fast unsere Hochzeit verschieben mussten, weil das Spanische Standesamt 5 Monate brauchte, um uns ein bestimmtes Dokument auszustellen (Zum Vergleich: Das Deutsche Standesamt brauchte 5 Minuten für das gleiche Dokument), habe ich nun einen neuen Nachnamen und darf alle meine Ausweise, Versicherung, Konten etc. auf meinen neuen Namen umschreiben lassen. Juhu!

Spanisch ist nicht gleich Spanisch

Nachdem ich zwei Jahre lang einen Spanischkurs an meiner Uni besucht hatte, bildete ich mir ein, mich in Spanien verständlich machen zu können. Davon abgesehen, dass in meinem Spanischunterricht nie auf unsere Aussprache geachtet wurde, die sich als hier jedoch als wichtiger Punkt herausstellte, sprechen die Spanier unglaublich schnell und laut.

Wohingegen mir in Deutschland beigebracht wurde, ich solle in der Öffentlichkeit nicht so laut sprechen, da andere Leute die Gespräche nicht mithören brauchen, gehe ich hier in Spanien in Gesprächen oft unter. Bei katalanischen Gesprächen denke ich immer noch häufig, dass es sich um einen Streit handelt, da sich die Personen oft gegenseitig anschreien. Besonders in Restaurants und Bars muss man eben noch lauter sprechen als die anderen, um sich gegenseitig verstehen zu können.

Kommt man jedoch als Spanisch-Anfänger nach Spanien ist es häufig sehr schwer, sich an Konversationen in Gruppen zu beteiligen und sich gegen die unglaublich schnell- und lautsprechenden Spanier durchzusetzen. Deswegen ist es empfehlenswert, Gespräche in kleinen Gruppen oder mit Einzelpersonen zu führen oder sich einen sogenannten Tandem-Partner zu suchen.

Ich treffe mich z.B. regelmäßig mit jemandem, der Deutsch lernt. So können wir uns gegenseitig beim Lernen helfen und üben Gespräche zu führen, so wie sie ein Muttersprachler führen würde.

Hier in Barcelona kommt erschwerend hinzu, dass die Hauptsprache Katalanisch ist. Viele Supermärkte haben ihre Preise und Informationen ausschließlich auf Katalanisch und viele Gespräche finden auf Katalanisch statt. Da ist es immer wieder praktisch, wenn man wie ich einen katalanischen Freund zum Übersetzen hat.

Update 2019: Inzwischen spreche ich fließend Spanisch und kann mich auch ohne Probleme verständigen. Jeder Anfang ist schwer, jedoch hat sich das Üben in den letzten Jahren wahrhaftig gelohnt.

Sonntagsfahrer in Spanien die ganze Woche lang

Der Süden ist berühmtberüchtigt für seinen chaotischen Verkehr. Und ja, leider bleibt es hier nicht nur bei einem Gerücht.

In Deutschland habe ich das Autofahren geliebt. Hier traue ich mich (noch) nicht hinters Steuer. Wenn ich mit meinem Freund auf seiner Vespa unterwegs bin, habe ich schon so einiges gesehen und das Hupen der Fahrzeuge wird zum ständigen Begleiter auf jedem Weg.

Ich selbst bin meist auf dem Rad unterwegs. Barcelona hat Fahrradstationen an jeder Ecke, die man mit einer Bicingkarte gratis nutzen kann, sofern man nicht länger als 30 Minuten unterwegs ist. Eine super praktische Möglichkeit das Fahrrad zu nutzen, da die meisten Wohnungen in Barcelona keine Chance bieten, ein Fahrrad abzustellen, es sei denn im eigenen Wohnzimmer.

Oft jedoch sind die Fahrradstationen leer oder voll, d.h. entweder man bekommt kein Fahrrad oder man muss warten bis jemand kommt, um ein Fahrrad zu holen, bevor man seines wieder abgeben kann.

Außerdem ist Barcelona nicht wirklich auf Fahrräder ausgelegt. Fährt man auf der Straße wird man von Autofahrern angehupt oder angeschrien, fährt man jedoch auf dem Fußweg sind es die Fußgänger, die sich beschweren.

Aber selbst zu Fuß kann es gefährlich sein. Davon abgesehen, dass die roten Fußgängerampeln meist ignoriert werden, sofern kein Auto kommt, springt die Verkehrsampel in der Regel sofort von rot auf grün um. Die Fahrzeuge geben also schon Gas sobald die Fußgängerampel auf rot umspringt. Befindet man sich noch auf der Straße (viele Grünphasen sind nämlich extrem kurz) heißt es den restlichen Weg rennen.

Anmerkung der Autorin: Dies wird meist nur zu einem Problem, wenn du in einer Großstadt wie Barcelona wohnst. In kleineren Orten, ist der Straßenverkehr weit weniger chaotisch.

Update 2019: Inzwischen werden auf immer mehr Straßen Fahrradwege angelegt, was das Fahrradfahren um einiges einfacher und vor allem sicherer macht.

Günstig, aber anders

Das erste, was nach einem Einkauf in einem spanischen Supermarkt auffällt, ist, dass man viel weniger ausgegeben hat als in einem deutschen Supermarkt.

Besonders die Obst- und Gemüsepreise liegen meist Welten von denen in Deutschland entfernt. Oft schmeckt das Obst außerdem frischer und saftiger. Am auffälligsten waren für mich die Preise von Mandarinen im Dezember und Januar. Hier kann man ein ganzes Netz Mandarinen schon für weniger als einen Euro erhalten.

Wenn man jedoch etwas Bestimmtes sucht, das man aus Deutschland gewohnt ist, sind die Chancen hoch, dass man es im normalen Supermarkt nicht finden wird. Besonders als ich meinem Freund zu seinem Geburtstag eine Torte backen wollte, musste ich viele Rezepte streichen: Kein Sahnesteif, kein Schmand, kein Vanillepuddingpulver. Möchte man jedoch eine Paella kochen findet man natürlich alles, was man dafür braucht in 5-facher Ausführung.

Ein kleiner Tipp jedoch: Häufig hilft es im Supermarkt von el Corte Inglés zu schauen. Meist zahlt man zwar etwas mehr, dafür findet man oft aber auch, was man sucht. Auch kann es helfen in Facebook-Auswanderer-Gruppen zu fragen – man ist häufig nämlich nicht allein mit seinem Problem. 😉

Jeden Tag an den Strand? – Wirklich?

Mein ganzes Leben lang habe ich davon geträumt einmal in Strandnähe zu wohnen. Wenn es endlich einmal in Jahr in den Urlaub an die Nordsee ging, verbrachte ich jeden einzelnen Tag am Strand – auch bei schlechtem Wetter. Und genau das stellte ich mir auch vor als ich den Entschluss fasste, nach Spanien zu ziehen.

Die Wahrheit ist: Natürlich verbringe ich nicht jeden Tag am Strand. Auch wenn der Strand nur knapp 20 Minuten mit der Metro von unserer Wohnung entfernt ist, ist es doch so umständlich, jeden Tag dort hinzufahren. Dazu kommt, dass der Strand täglich voller Touristen ist. Und irgendwie wird man dann doch faul. Der Stadtstrand wird von den Einheimischen sowieso größtenteils gemieden. 

Auf der anderen Seite: Sobald ich mal ein paar Wochen nicht zuhause bin, vermisse ich den Strand dann doch. Denn alleine zu wissen, dass der Strand in der Nähe ist und ich jeden Tag hingehen könnte, wenn ich wollte, ist doch irgendwie schon ein schönes Gefühl.

Unsere Spanien Auswanderer Checkliste zum Ausdrucken


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Die AutorinVicki

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2 thoughts on Leben als Auswanderer in Spanien – Was dir niemand verrät

  1. Hallo Vicki und Eduardo,
    ich möchte Euch meine Odyssee schildern,was Ihr damit macht,bleibt Euch überlassen.
    Im Juli 1999 bin ich nach Barcelona ausgewandert,ich hatte mich kurz vorher mit einem LKW selbständig gemacht und wurde von einem deutschen Frachtbüro in Rundläufen von und nach Deutschland und Spanien disponiert,so war wenigstens schonmal meine finanzielle Basis gesichert,dachte ich…
    Nach etwa 2 Monaten wurde mein Disponent krank und wurde von einem portugiesischen Mitarbeiter ersetzt,der mir die unmöglichsten Touren zusammenstellte,nach 2 Monaten beendete ich die Zusammenarbeit mit dieser Firma,gab den gemieteten LKW wieder in Deutschland zurück und fuhr mit einem Bekannten zurück nach Barcelona,ab da war ich einkommenslos und hielt mich mit Gelegenheitsjobs über Wasser,für mein inzwischen angemietetes Haus liefen die ausstehenden Mieten auf,ausserdem traf ich in dieser Zeit die unglaublichsten kaputten Deutschen,die immer noch Alles schön redeten und dir glauben machen wollten,sie seien so etwas wie der Bürgermeister,
    dennoch bekam ich nach 2 Monaten einen Fahrerjob bei einem seriösen Unternehmen,der Zimmerpflanzen von und nach den Niederlanden transportierte,die Verständigung mit meinem Boss erfolgte in englisch.
    Ab da lief Alles besser,ich beantragte die Aufenthaltsgenehmigung bei einem „Gestor“,auch der Führerschein wurde umgeschrieben,mein gemietetes Haus konnte ich mir finanzieren lassen und kaufte es.

    In den folgenden 6 Jahren merkte ich dann langsam,daß ich doch nicht in Spanien war,wie angenommen,durch grossen Ehrgeiz lernte ich spanisch aus dem Wörterbuch und praktizierte mit meinen Arbeitskollegen,waren es 1999 noch 90 Prozent spanische Umgangssprache auf der Strasse,kam immer mehr der katalanische Einfluss hervor,Katalanen weigerten sich mit mir in spanisch zu sprechen und zogen es vor sich in gebrochenem englisch zu kommunizieren(was sie eben konnten).
    In immer mehr Einrichtungen Banken,Ämtern und Geschäften redeten die Leute zunehmends mehr catalán,
    dazu ging mir das Tourismus Gedöns ziemlich auf die Nerven,also sah ich mich nach anderen Gegenden um,aus den Fahrten mit dem LKW kannte ich ganz Spanien,ich wollte weg vom Tourismus und weg vom catalan,mich faszinierten schon immer die langen ausgedehnten Landstrassen und Felder des Innenlandes Richtung portugiesische Grenze,am Ende liess ich mich 2006 in der Castilla la Mancha nieder,verkaufte mein Haus in Barcelona und kaufte mir ein Stück Land mit Haus von 3,5ha,ab da war ich in Spanien angekommen,die Leute waren einfach und es kam mir vor,als wäre die Zeit hier 40 Jahre zurück,Skeptikern zeigte ich,daß ich mich anpassen konnte und zuverlässig war,nach und nach wurde ich als der „Alemán“
    bekannt,bekam einen Job als Fahrer in einer grossen Raffinerie,schaffte mir Tiere an(Schafe,Hühner,Pferde,Katzen,Hunde etc. und begann das Haus nach meinem Geschmack und Geld zu renovieren.
    Das ging dann 6 Jahre gut,ich fühlte mich wohl,als einige Änderungen in meiner Arbeitsstelle stattfinden sollten,und meine Frau,die sich noch nie da wohlgefühlt hatte,begann mir Alles madig zu reden,Sie kam aus dem Sektor Gastronomie und wollte wieder in der Küche arbeiten,also liess ich mich überreden und schickte Sie in eine Wohngemeinschaft nach Lanzarote ,um dort Arbeit zu suchen,innerhalb von 2 Wochen bekam Sie einen Job als Köchin,also gab ich meinen Job in der Raffinerie auf,mein Arbeitgeber regelte mir mein Arbeitslosengeld,mir standen 20 Monate zu,dann suchte ich einen Mieter für mein Haus mit Grundstück,und zog wieder um,von 3,5 ha Land und 460 m2 bebaute Fläche in ein 2 Zimmer Appartment auf die kanarischen Inseln nach Lanzarote,damit begann das ganze Dilemma….
    Insgesamt verschickte ich rund 220 Bewerbungen in Lanzarote und Fuerteventura,meine Referenzen waren auch nicht schlecht,mittlererweile beherrschte ich gut 5 Sprachen,alle Führerscheine inkl. Reisebus und bekam noch nicht einmal eine Antwort auf meine Bewerbungen,mein Mieter wurde nach 2 Monaten ebenfalls arbeitslos und konnte die Miete nicht mehr bezahlen,nach mehreren Monaten bekam ich dann einen Nachmieter und das Problem war erst einmal vom Tisch.
    Dann bekam meine Frau einen festen Vertrag und wurde als „Personalbeauftragte“(delegado del personal)
    gewählt und war damit die nächsten 4 Jahre unkündbar,und durch Sie bekam ich im gleichen Komplex eine Arbeit im technischen Wartungsdienst,es lief wieder Alles glatt….
    Nach etwa 11 Monaten,mein Vertrag lief nach 12 Monaten aus und wurde nicht mehr verlängert,wollte meine Frau nicht mehr arbeiten und ging einfach nicht mehr zur Arbeit….
    Am Ende waren wir beide arbeitslos und mussten wieder zurück aufs Festland mit dem Ziel nach Deutschland zurückzukehren,mein Mieter teilte mir ebenfalls mit,daß er seinen Betrieb aufgibt…
    Also packte ich im März 2016 meine beiden Autos und nahm mit,was ins Auto passte,den Rest liess ich zurück.
    Auf dem Rückweg nach Deutschland,wir konnten bei Ihrem Bruder für eine Weile unterkommen,
    bekam ich einen Nachmieter für meine Finca,es wurde Alles per E-Mail und Telefon geregelt,die Kaution für die Schlüsselübergabe wurde auch noch bezahlt und von da an kam nichts mehr…
    Ich habe 22 Monate gebraucht,um den Kerl aus meinem Haus mit Räumungsklage herauszubekommen,hatte aber vorsichtshalber vorher eine Versicherung dagegen abgeschlossen,aber auf den Schäden im Haus blieb ich sitzen.
    Ich habe damals direkt wieder Arbeit bekommen,meine spanische Arbeitszeit ist in Deutschland anerkannt worden,von meiner Frau bin ich getrennt,seitdem suche ich wieder eine Frau,und mein Haus habe ich wieder bewohnbar gemacht,2 Mal im Jahr fahre ich dahin und renoviere und arbeite an neuen Ideen,ich vermisse Spanien sehr,weiß aber,daß in der momentanen Situation keine Arbeit da zu kriegen ist,das was man jetzt bekommt,will keiner machen,also warte ich auf die Rente und werde dann wieder da runter gehen und einen neuen Versuch starten.
    Mein Rat ist niemals sich von jemandem etwas schlecht reden zu lassen,immer eine finanzielle Basis zu haben,und vor Allem die Sprache lernen,und meinen Erfahrungen nach sind die kanarischen Inseln von Korruption zerfressen,ohne Geld oder Beziehungen,lässt sich da nichts eigenes aufbauen.
    In diesem Sinne
    LG
    Bernd

    Antworten
    • Hallo Bernd,

      Vielen, vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Das tut mir so unendlich Leid, dass du so viele schlechte Erfahrungen gemacht hast. Aber es ist auch schön zu sehen, dass du trotz allem nicht aufgibst. Ich drücke dir die Daumen, dass du eine liebe Frau findest, mit der du dir zusammen deine Träume erfüllen und nach Spanien zurükkehren kannst.
      Dem Tipp mit der Sprache lernen, kann ich nur voll und ganz zustimmen und es ist schön zu sehen, dass du die Sprache sprichst.

      Liebe Grüße und alles Glück der Welt!

      Antworten

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